… ein Sturm … ein Orkan und letztlich ein Zyclon

19. Januar 2026

Und wir sind mit­ten drin …

Birżeb­buġa, Mal­ta: Arbei­ter berei­ten eine Yacht vor, nach­dem sie durch Sturm Har­ry an Land gespült und schwer beschä­digt wur­de.

Der Zyklon „Har­ry“ (oft auch als „Dir­ty Har­ry“ bezeich­net) such­te Mal­ta in der drit­ten Janu­ar­wo­che 2026 heim. Das Unwet­ter erreich­te sei­nen Höhe­punkt zwi­schen dem 20. und 23. Janu­ar 2026. Hier sind die wich­tigs­ten Details zu den Aus­wir­kun­gen auf der Insel: 

  • Zeit­raum: Die hef­tigs­ten Aus­wir­kun­gen und die dar­aus resul­tie­ren­den mas­si­ven Stö­run­gen des öffent­li­chen Lebens dau­er­ten etwa 48 Stun­den an.
  • Extrem­wer­te: Zwi­schen Mal­ta und Sizi­li­en wur­den his­to­ri­sche Wel­len­hö­hen von bis zu 16 Metern gemes­sen. An der Küs­te von Sli­e­ma wur­den Wel­len von über 6 Metern (20 Fuß) regis­triert.
  • Schä­den:
    • In den Häfen und Mari­nas ent­stan­den ver­hee­ren­de Schä­den an der Infra­struk­tur und an Boo­ten.
    • In der Land­wirt­schaft wur­den Gewächs­häu­ser zer­stört und Ern­ten ver­nich­tet, ins­be­son­de­re in den Gebie­ten Rabat und Manika­ta.
    • Der Fähr­ver­kehr (Vir­tu Fer­ries und Gozo Chan­nel) muss­te kom­plett ein­ge­stellt wer­den.

Wir waren mit unse­rer Be Hap­py zusam­men mit Den­nis und sei­ner SY Ima­gi­ne schein­bar die ein­zi­gen Boo­te um Mal­ta, die nicht in einer der Häfen bzw. Mari­nas waren. Wir wuss­ten das ein schlim­mer Sturm kommt, aller­dings nicht wie schlimm er wer­den soll­te. Vor­sichts­hal­ber haben wir bei­de Boo­te zusätz­lich zum Anker auch noch mit dem Heck an eine Moo­ring­bo­je gebun­den.


Wir hat­ten uns eine Bucht im NW von Mal­ta, die “Para­die­se Bay”, als siche­ren Anker­platz aus­ge­sucht um den Sturm abzu­wet­tern.

Der Anker von Den­nis ist aus­ge­bro­chen und er hat sich an der Sicher­heits-Moo­ring­lei­ne gefan­gen. Des­halb hing er den Rest der Zeit mit dem Heck im Wind.

Der Sturm peitscht auf die NE Sei­te von Sli­e­ma

Unse­re Lei­ne zur Moo­ring­bo­je am Heck ist in der letz­ten Sturm­nacht geris­sen, dafür hat aber unser Anker zuver­läs­sig gehal­ten.

Der Sturm brach­te uns mit teil­wei­se über 50 kn Wind über meh­re­re Tage schon ganz schön an den Rand der Geduld. Aber wir haben draus gelernt:
- Am sichers­ten ist es vor Anker
- Die meis­ten Schä­den ent­ste­hen in der Mari­na oder im Hafen
- unser Anker hält !!!
Wir haben es heil über­stan­den.
Zum Ende des Sturms müs­sen wir dann wie­der uman­kern da der Wind und die Wel­le dre­hen und nun inner­halb weni­ger Stun­den in unse­re siche­re Bucht lau­fen wer­den. Ziel wird dann wahr­schein­lich erst­mal die St. Pawls Bay sein.


bedrü­cken­de Ein­drü­cke vom Sturm:

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